Ich habe von 1986 – 1991 kreative Fotografie und interaktive Multimediaarbeiten im Bereich Bildende Kunst an der GHK Kassel studiert (Abschluss mit "sehr gut"). Davor bin ich bereits von 1984 bis 1986 während der Schulzeit professionell zur Pressefotografin inklusive Dunkelkammerarbeit ausgebildet worden. Das war die Grundlage für umfangreiche Projektarbeiten in schwarz/weiß auf Barytpapier sowie Multimediashows in Farbe im Diaformat. Mit beiden Formen der kreativen fotografischen Arbeit habe ich 1986 die Aufnahmeprüfung an der GHK Kassel im Atelier von Prof. Harry Kramer bestanden. Während meiner Studienzeit habe ich neben künstlerischen und experimentellen Arbeiten auch als Pressefotografin für die Agentur S-Cord und das Staatstheater Kassel gearbeitet sowie als lokale Reporterin für das Stadtmagazin "Hier & Jetzt". Meine Leidenschaft für die Dokumentation habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit für das Performanceprojekts „City Souvenir“ der documenta 8 in Kassel entdeckt.
Mit Aufkommen der Digitalisierung in den 90er Jahren bin ich mehr und mehr zum Screendesign gewechselt und war mit meiner eigenen Agentur in den Niederlanden (Oberon Arts) für große Schulbuchverlage in Deutschland und der Schweiz tätig. Mein Screendesign, das oft grafische Elemente (Handzeichnungen und Aquarelle) mit Makrofotos aus der Natur gemixt hat, wurde mehrfach ausgezeichnet. Seit den 2000er fotografiere ich überwiegend digital mit unterschiedlichsten Kameratypen.
Blomen un Planten, Hamburg
Hamburg
Tübingen
Berlin Mitte
Rüdesheimer Platz, Berlin
Berlin, Humboldtforum
Wendland
Hildesheim
Göttingen
Freundschaftsinsel, Potsdam
Potsdam
Wien
Oberes Püttlachtal
Irland
Göttingen
Potsdam
Leipzig
Dresden
Eine Aufführung des Stummfilms „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ aus dem Jahr 1927 hat mich im Herbst 2014 mit der Frage zurückgelassen, welche Bilder heute das Gesicht von Städten, oder besser noch den Genius Loci, den Geist eines Ortes, prägen.
Welche Merkmale, welche Architektur, welche Formensprache, welche Gebäudetypen, welche Inszenierungen im Raum prägen die tägliche Wahrnehmung von Stadt?
Welche optischen Eindrücke tragen dazu bei, eine Identifikation mit der „eigenen“ Stadt aufzubauen?
Welche städtebaulichen Schwerpunkte fallen einem als Tourist ins Auge?
Welche Architektur lässt erkennen, dass ich jetzt in dieser bestimmten Stadt bin, und nicht in einer anderen?
Was macht den Charakter einer Stadt aus?
Mit der Kamera in der Hand bin ich bei meinen nächsten Stadtaufenthalten diesen Fragen auf den Grund gegangen und habe das festgehalten, was für mich den Charakter und das Besondere einer Stadt deutlich gemacht hat.
„Die Geometrie ist sozusagen die Grammatik der Form. Sie ist ihr architektonisches Prinzip.“
Frank Lloyd Wright, Architekt (1867-1959)
Für mich sind die Stimmung und das USP einer Stadt, das Einzigartige und Besondere, eben der genius loci, nicht in einer einzigen Perspektive einzufangen. Deshalb bildet das Stillmittel des Compositings, dass es erlaubt, mehrere Perspektiven in einem Bild zu vereinen, für mich die optimale Grundlage, um die Vielschichtigkeit der visuellen Eindrücke und räumlichen Erfahrungen in einer Stadt wiederzugeben.
Ausstellungen
Ein Fraktal ist das Ergebnis eines unendlich wiederholten rekursiven Erzeugungsprozesses mit beständigen kleinen Mutationen und Veränderungen. Der Schöpfungs- und Innovationsprozess, der sich in den fraktalen Mengen ausdrückt, findet sich sowohl in kreativen Ideen als auch in evolutionären biologischen Prozessen wieder.
„Fraktale gestatten uns, in das Urmeer der Strukturen und Systeme einzutauchen, die wir mit der Zeit beherrschen werden. Die fraktale Geometrie bietet Analogien und Modelle, die uns möglicherweise gestatten, irgendwann ein universelles Gesetzt für den Kosmos zu entdecken.“ Maria Bassa
Sowohl im Mikrokosmos als auch im Makrokosmos sind für das menschliche Auge nicht sichtbare Strukturen von großer Schönheit verborgen. Durch meine Fraktalbilder möchte ich dieser unsichtbaren Formsprache Ausdruck verleihen: Mikroskopische Motive von Blattstrukturen, Lichtreflexen unter Wasser, Zellkernen und DNA-Strängen, Makroskopische Bilder mit der Sicht der Erde aus dem Orbit, von fernen Galaxien und unbekannten Sternen. Doch nicht nur die Natur, auch der menschliche Körper enthält zahlreiche Strukturen mit fraktalen Formen, z. B. in den Nervenbahnen und Blutgefäßen. Fraktale Grafiken bieten damit auch einen neuen Zugang zu der philosophischen Herausforderung, Makrokosmos und Mikrokosmos zu vereinigen, in dem die Formsprache des Großen im Kleinen entdeckt werden kann und umgekehrt.
Die mathematische Formel, die hinter den Fraktalen steckt, ist dabei überraschend simpel und steht im Widerspruch zu der sich daraus ergebenden formenreichen und hochkomplexen Bildwelt:
„Man wähle eine Konstante c und lege den Ausgangspunkt z an den Anfang der Ebene; man ersetzt z durch z*z, addiere die Konstante c und wiederhole das.“ Benoît B. Mandelbrot
Für mich stehen Fraktalbilder für Muster und Ordnungen, die schwer greifbar, aber dennoch präsent sind. Beim Entwerfen von Fraktalbildern bin ich auf der Suche nach Formen und Strukturen, die in mir eine Resonanz hervorrufen, weil sie mich an eine verborgene natürliche Ordnung der Dinge erinnern. Fraktale Geometrie zu schaffen ist für mich die Möglichkeit, einer unsichtbaren, unausgesprochenen und schwer fassbaren universellen Struktur eine Gestalt zu geben.
Die Kunst der Cyanotypie und die Formensprache der Natur faszinieren mich seit meiner Zeit in der Kunsthochschule. Ohne Kamera Fotografien erzeugen, die zudem noch an der Luft "atmen" müssen, um ihre blaue Leuchtkraft zu erhalten: Das ist eine spezielle Form der Magie in einer Welt, die sich fast nur noch aus digitalen Images deffiniert. Unplanbare und nicht retuschierte Schönheit.
Neben direkten Fundstücken aus der Natur und 3-D Schablonen kommen auch eigene Zentangles zum Einsatz, gerne auch komniniert. Ähnlich wie bei Fraktalen erlauben Zentangles, kombiniert mit planzlichen Formen und ausgeschnittenen Mustern, Einblicke in die sonst unsichtbaren Strukturen und Ordnungen der dynamischen, natürlichen Schöpfung.
Jede Cyanotypie ist ein Unikat. Das Ergebnis ist das Produkt eines Experiments, das nur vorhergeahnt, aber nie bewusst komponiert werden kann. Sonne, Wind und Zeit erzeugen einen eigenen Stempel, der mal klar, mal unscharfaus dem hellen Schatten ein blaues Positiv erzeugt.
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